Der Körper als Instrument

 

Jeder Geiger stimmt seine Geige, bevor er zu spielen beginnt. So sollte eigentlich auch jeder Instrumentalist und Sänger seinen Körper stimmen, bevor er/sie zu musizieren anfängt.

Das kann konkret so aussehen:

  • Wahrnehmungs-, Atem- und Bewegungsübungen vertiefen das Körperbewusstsein. Sie regulieren so Ihre Muskelspannung - dadurch wird Ihr Atem freier, Ihre Haltung natürlicher und Ihre Bewegungen werden leichter und ökonomischer (siehe auch Erläuterungen über Atem- und Körperarbeit auf der Seite über Atemtherapie).
     
  • Sie gewinnen Einblicke in die Anatomie und die Gesetzmäßigkeiten des Körpers. So entdecken Sie, wie das Körperinstrument gebaut ist und wie Sie es optimal benutzen können.

Sie können sich vertraute, aber oft einschränkende Haltungs- und Bewegungsmuster bewusst machen und neue Möglichkeiten entdecken, die zu größerer Freiheit führen. Wenn der Körper gestimmt ist, verbessert sich die Klangqualität.

Muskelspannung und Klang

Unsere Sprache macht den Zusammenhang zwischen 'Tonus' und 'Ton' deutlich.

  • Sie entdecken eine ökonomische Grundspannung im Körper – nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig. Dies führt zu mehr Elastizität und Anpassungsvermögen was z.B. Tempo, Dynamik und Tonhöhe betrifft.
     
  • Sie lernen die Atemräume im Körper zu öffnen, sodass er von Kopf bis Fuß ein großer Klangkörper wird.
     
  • Sie erfahren den Zusammenhang zwischen Muskelspannung, Bewegung, Haltung und Atem.

So erhöhen Sie Ihre Flexibilität für verschiedene musikalische Anforderungen und finden Ihren eigenen Ton.

Körperliches und seelisches Gleichgewicht

Atem- und Körperarbeit beschränkt sich nicht auf die körperliche Ebene, sondern erreicht den ganzen Menschen. Ich unterstütze Sie, Einstellungen und Verhaltensmuster wahrzunehmen, die das Körperinstrument ungünstig beeinflussen. Sie lernen mit emotionalen Spannungen umzugehen – das kann hilfreich sein, wenn Sie Probleme mit Lampenfieber haben.

Sie kennen wahrscheinlich Momente, in denen das Musizieren wie von selbst geht. Dies geschieht, wenn das Instrument auf allen Ebenen gut gestimmt ist. Atem- und Körperarbeit können Ihnen bewusst machen, welche Faktoren zu dieser natürlichen Offenheit und Freiheit führen und welche sie stören.